Literaturkreis Sandstedt

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Jeden 2. Dienstag im Monat von 19:00 bis 20:30 Uhr

Der Literaturkreis hat Pause gemacht und startet demnächst wieder!

Literatur im Prozess:

Das Schreiben ein einsames Geschäft ist, kann jeder, der es betreibt, bestätigen. Es ist etwas Intimes, Kritik kann schnell verletzen. Wer einen vertrauten Austausch zu seinen Texten sucht und ein Stück Weg bei seiner Arbeit mit mir zusammen gehen will, kann gerne Kontakt aufnehmen.

Es wäre schön, eine Literaturgruppe zu etablieren, um Arbeiten vorzustellen, von anderen zu lernen, Menschen literarisch zu ermutigen und selbstbewusst seine eigene Vorstellung von Literatur weiterzuentwickeln.

Schreiben durchläuft alle möglichen Stadien und man ist immer irgendwie am Anfang. Also egal, ob Du schon das Gefühl hast, etwas vorzeigen zu wollen, nur den Wunsch ver- spürst, der Idee vom Schreiben zu folgen oder endlich Ergebnisse vortragen möchtest: Wir treffen uns, um Erfahrungen auszutauschen.

Jeder ist willkommen!

Oliver Peters, Pseudonym Graf Peters, bei der Lesung "Der Archivar"
Oliver Peters, bei der Lesung „Der Archivar“ Halloween 2015

„Irgendwann habe ich das Schreiben so ernst genommen, dass ich einen Ort gesucht habe, der dafür eine gute Voraussetzung ist. So kam ich nach Sandstedt, dem Dorf an der Weser mit Strand, Hafenblick, einsam und voller überraschender Naturerlebnisse.“

Um Voranmeldung wird gebeten!

Kontakt: Oliver Peters

Website: www.oliver-peters.de
Email: office(at)oliver-peters.de

Mobil: 0151 – 64518329
Tel.: 04702 – 3305857

Kontakt: Joanna Scott Douglas

Email: joanna(at)scott-douglas.de Website: www.scott-douglas.de Tel: 04702 835 9002

Seminarhaus Scott Douglas

Osterstaderstr 8b
Sandstedt
27628 Hagen im Bremischen


Interview mit Oliver Peters: Was schreibst du?

Die Frage macht mich immer verlegen. Ich schreibe Geschichten, kollagiere sie zu Romanen und überlasse gerne dem Leser die Beantwortung dieser Frage. Ein Text muss dich packen, eine Geschichte will zu Ende erzählt werden. Kein Buch, dass ich gelesen habe, ist in der Art, wie es mich faszinierte, vergleichbar mit anderen. Manchmal ist es eine Figur, dann wieder die Sprache. Auch einmal die Handlung, die ich häufig schnell vergesse. Nicht was ich schreibe ist wichtig, sondern warum. Ich schreibe um zu lernen.

Was bedeutet für Dich freie Autorschaft?

Unabhängig von Verlagen zu sein und eine Arbeit zu haben, mit der man das Geld zum Schreiben verdient, gibt einem die Möglichkeit, am Markt vorbei zu schreiben. So sind für meine Texte ein Genre schwer zu finden. Wenn, dann vielleicht ein altes aus den 20er Jahren: Die fantastische Erzählung.

Dennoch kommt man ohne professionelle Unterstützung nicht aus. Mir fehlt so sehr ein Lektorat und ich würde mich gerne mit meinen Texten professionell beraten lassen. So geht man bei mir das Risiko ein, Tippfehler zu finden oder eine Passage, die krumm ist. »En beten scheef hett Gott leef!«, sagt man an der Küste.

Welches Bild würdest Du verwenden, Literatur zu beschreiben?

Kein exaktes Abbild, vom Material der Oberfläche verzerrt, fleckig und verfärbt. Spiegelt sich die Ronaldi-Kirche in Dortmund in einem modernen Kaufhausgebäude, vollzieht sich eine Veränderung, ja sogar Fragmentierung des Bildes. Ich bleibe ratlos, ob es ein Porträt der Kirche oder des Warenhauses ist. So ist das auch mit Büchern.


Kurzbiografie:

Ich lebe seit 2013 in Sandstedt. Ich promovierte 2000 zum Thema Drogen und Haft, arbeite zurzeit als Landesbediensteter des Landes Bremen und bin freier Autor.